Felgen, Radkästen und Unterboden profitieren vom Druck. Lack, Dichtungen und Sensoren reagieren dagegen empfindlich. Wo die Grenze verläuft und worauf du beim Waschplatz achten musst.
Die kurze Antwort: Ja, ein Hochdruckreiniger eignet sich fürs Auto, aber nur mit breitem Strahl, deutlichem Abstand und ohne Rotationsdüse. Der Strahl ist zum Vorwaschen und Abspülen da, nicht zum Schrubben. Und bevor du loslegst, klär, wo du überhaupt waschen darfst, denn auf privatem Grund ist es vielerorts eingeschränkt.
Der größte Nutzen liegt vor dem eigentlichen Waschen. Wer den groben Schmutz mit Wasser abspült, statt ihn mit einem Schwamm über den Lack zu ziehen, vermeidet genau die feinen Kratzer, über die sich später alle ärgern.
Was der Hochdruckreiniger nicht ersetzt, ist der Waschhandschuh. Der Film aus Straßenstaub und Öl löst sich nicht durch Druck, sondern durch Tensid und mechanischen Kontakt.
Für Lack gilt: breiter Flachstrahl, Gerät auf die niedrigste sinnvolle Stufe, Abstand deutlich größer als bei Stein. Halte die Düse eher schräg als senkrecht, damit der Strahl den Schmutz abschiebt und nicht in Spalten drückt.
Die konkrete Mindestentfernung steht in der Bedienungsanleitung deines Geräts und unterscheidet sich zwischen Modellen und Düsen. Diese Angabe solltest du nachlesen statt schätzen, denn sie hängt vom tatsächlichen Druck an der Düse ab. Als Arbeitsweise hat sich bewährt, mit großem Abstand zu beginnen und erst dann näher zu gehen, wenn nichts passiert.
Es gibt Stellen, an denen auch ein moderater Strahl Schaden anrichtet. Sie haben alle gemeinsam, dass dahinter etwas liegt, das kein Wasser verträgt.
Das Waschen auf dem eigenen Grundstück, in der Einfahrt oder am Straßenrand ist vielerorts nicht erlaubt oder nur eingeschränkt. Der Grund ist immer derselbe: Öl, Reifenabrieb und Reinigungsmittel gelangen ungefiltert in den Boden oder in die Kanalisation.
Wie streng das gehandhabt wird, entscheiden Gemeinden und Kommunen selbst, und die Regeln unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich. Manche erlauben das reine Abspülen mit klarem Wasser auf befestigter Fläche mit Anschluss an die Kanalisation, andere untersagen die Fahrzeugwäsche außerhalb dafür vorgesehener Plätze vollständig.
Felgen kommen zum Schluss oder mit einem eigenen Handschuh, sonst trägst du Bremsstaub auf den Lack. Auch das ist eine der häufigsten Ursachen für feine Kratzer, die man erst bei Sonnenlicht sieht.
Bringt eine Schaumdüse mit und lässt sich über das Vario-Strahlrohr von hart auf sanft stellen – praktisch für die Vorwäsche.
130 bar bei 420 l/h und 8 m Hochdruckschlauch, damit kommst du einmal ums Fahrzeug, ohne das Gerät nachzuziehen.
170 bar und 10 m Schlauch geben Reserven, wenn du neben dem Auto auch Einfahrt und Radkästen sauber halten willst.
Bei intaktem Lack, breitem Strahl und ausreichend Abstand in der Regel nicht. Kritisch wird es an offenen Steinschlägen, an Lackkanten und bei der Rotationsdüse, die am Fahrzeug nichts zu suchen hat.
Den Mindestabstand nennt die Bedienungsanleitung deines Geräts, weil er vom Druck an der Düse abhängt. Beginne im Zweifel mit deutlich mehr Abstand und gehe erst näher, wenn sich nichts löst.
Das ist vielerorts nicht oder nur eingeschränkt erlaubt, weil Öl und Reinigungsmittel in den Boden gelangen. Die Regeln legt deine Gemeinde fest, frag dort nach, bevor du auf dem eigenen Grundstück wäschst.
Besser nicht. Steckverbindungen und Steuergeräte sind gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht gegen einen gebündelten Strahl, der Wasser hinter Dichtungen drückt.
Nein. Er entfernt losen Schmutz und spült ab, den haftenden Film aus Staub und Öl löst erst der Kontakt mit Waschhandschuh und Reinigungsmittel.
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