Die bar-Zahl steht groß auf jedem Karton. Sie ist wichtig, aber sie entscheidet allein nicht darüber, ob ein Gerät zu deinen Flächen passt.
Die kurze Antwort: Für Terrasse, Einfahrt, Auto und Gartenmöbel kommst du mit der breiten Mitte des Angebots gut zurecht. Die Geräte in unserem Vergleich liegen zwischen 110 und 200 bar, und der Sprung von der Mitte nach oben bringt dir im Hausgebrauch weniger, als die Zahl vermuten lässt. Wenn du dich zwischen mehr Druck und mehr Fördermenge entscheiden musst, nimm die Fördermenge.
Bar ist die Einheit für den Druck, mit dem das Wasser die Düse verlässt. Dieser Druck löst festsitzenden Schmutz von der Oberfläche: Moos in einer Pflasterfuge, angetrockneter Straßendreck am Radkasten, Grünbelag auf Stein.
Achte darauf, welcher Wert angegeben ist. Viele Hersteller nennen den maximalen Druck, der kurzzeitig anliegt, nicht den dauerhaften Arbeitsdruck. Zwei Geräte mit derselben Zahl auf der Verpackung können sich deshalb im Betrieb unterschiedlich anfühlen. Der Vergleich lohnt sich nur zwischen Angaben derselben Art.
Es gibt drei Gründe, warum die höchste Zahl nicht die beste Wahl sein muss.
In der Praxis merkst du den Unterschied zwischen 130 und 145 bar auf einer verschmutzten Terrasse kaum. Den Unterschied zwischen 390 und 500 Litern pro Stunde merkst du sofort, weil du schneller fertig bist.
Die Fördermenge in Litern pro Stunde sagt, wie viel Wasser das Gerät bewegt. Sie transportiert den gelösten Schmutz weg und bestimmt damit dein Arbeitstempo. Die Geräte im Vergleich decken die Spanne von 350 bis 650 l/h ab.
Auf kleinen Flächen wie Fahrrad, Mülltonne oder ein paar Gartenmöbeln fällt das kaum ins Gewicht. Sobald du eine Terrasse oder eine Einfahrt am Stück machst, wird die Fördermenge zum bestimmenden Faktor. Ein Flächenreiniger verstärkt diesen Effekt noch, weil er mehrere Düsen gleichzeitig versorgt.
| Vorhaben | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Fahrrad, Mülltonne, Gartenmöbel | Ein Einstiegsgerät reicht. Achte eher auf Gewicht und Verstaubarkeit als auf die bar-Zahl. |
| Auto und kleine Steinflächen | Mittlerer Druck genügt, wichtiger sind ein regelbares Strahlrohr und genug Schlauchlänge. |
| Terrasse, Gehweg, Einfahrt | Hier zahlt sich Fördermenge aus, dazu ein Flächenreiniger. Der Druck darf mittel bleiben. |
| Große Flächen, häufiger Einsatz | Reserven bei Druck und Wassermenge, langer Schlauch, robustes Handling. |
Die Zuordnung ist bewusst grob gehalten. Zwei Haushalte mit derselben Quadratmeterzahl können völlig unterschiedliche Anforderungen haben, je nachdem ob die Fläche unter Bäumen liegt oder in der Sonne.
Ein Punkt, der beim Kauf gern übersehen wird: Das Gerät kann nur so viel Wasser fördern, wie ihm zuläuft. Reicht der Zulauf nicht, saugt die Pumpe Luft, der Druck schwankt und das Gerät nimmt Schaden.
Wie viel Wasser dein Gerät mindestens braucht, steht in der Bedienungsanleitung. Nachmessen ist einfach: einen Eimer mit bekanntem Fassungsvermögen am Hahn füllen und die Zeit stoppen. Bei langen oder dünnen Gartenschläuchen kommt weniger an, als am Hahn herauskäme.
Ob ein Gerät auch aus einer Regentonne oder einem Behälter ansaugen darf, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Das ist eine Angabe, die du nachlesen und nicht annehmen solltest.
120 bar und 350 l/h stehen für den Einstieg: genug für Rad, Mülltonne und Gartenmöbel, nicht für die große Fläche.
140 bar bei 465 l/h – eine ausgewogene Kombination, wenn Terrasse und Auto beide regelmäßig drankommen.
200 bar und 650 l/h markieren das obere Ende im Vergleich, dazu 15 m Schlauch für weite Wege auf dem Grundstück.
Für normal verschmutzten Betonstein in der Regel ja, es dauert nur länger als mit einem kräftigeren Gerät. Entscheidender für das Tempo ist die Fördermenge und ob du mit einem Flächenreiniger arbeitest.
Nicht grundsätzlich. Mehr Druck bringt Reserven bei hartnäckigem Belag auf robustem Stein, erhöht aber gleichzeitig das Risiko auf empfindlichen Flächen und macht das Gerät meist größer und lauter.
Beides zusammen. Der Druck löst den Schmutz, die Wassermenge spült ihn weg. Wer viel Fläche am Stück reinigt, profitiert von einer höheren Fördermenge stärker als von den letzten bar.
Die Mindestzulaufmenge steht in der Bedienungsanleitung. Du kannst sie prüfen, indem du einen Eimer mit bekanntem Fassungsvermögen am Hahn füllst und die Zeit stoppst.
Alle Modelle mit Druck, Fördermenge und Schlauchlänge nebeneinander, sortierbar nach dem, was dir wichtig ist.