Steinplatten, Pflaster und Beton vertragen den Strahl gut, die Fugen dazwischen oft nicht. Wie du in der richtigen Reihenfolge vorgehst und wo du Zurückhaltung brauchst.
Die kurze Antwort: Auf Betonstein, Pflaster und robusten Platten ist der Hochdruckreiniger das schnellste Werkzeug, das du bekommen kannst. Riskant wird es an den Fugen und an weichen Natursteinen. Wenn du mit einem Flächenreiniger arbeitest, gleichmäßig führst und den Strahl nicht in die Fugen kippen lässt, bekommst du ein sauberes Ergebnis ohne bleibende Schäden.
Robuster Betonstein, Waschbeton, dickes Pflaster und harte Platten aus Granit oder Basalt sind für die Reinigung mit Druck gemacht. Sie haben eine geschlossene, feste Oberfläche, die auch bei mehreren Durchgängen nicht aufraut.
Vorsichtiger solltest du bei weichen Natursteinen wie Sandstein und bei stark verwittertem Beton sein. Dort ist die Oberfläche bereits angegriffen, und der Strahl trägt die oberste Schicht mit ab. Das siehst du nicht sofort, sondern erst, wenn die Fläche nach dem Trocknen streifig und heller wirkt. Auch keramische Feinsteinzeugplatten mit Struktur können empfindlich sein, wenn der Strahl zu dicht und zu punktuell arbeitet.
Zwischen den Platten liegt entweder Fugensand, Splitt oder Fugenmörtel. Sand und Splitt spült ein kräftiger Strahl in Sekunden heraus. Sind die Fugen leer, verlieren die Platten ihren seitlichen Halt, sie wackeln und können bei Frost hochgedrückt werden. Fugenmörtel hält länger, wird aber ausgewaschen, wenn er schon Risse hat.
Deshalb gilt: Den Strahl möglichst flach und in Laufrichtung der Fuge führen, nie senkrecht hineinhalten. Ein Flächenreiniger hilft hier deutlich, weil er den Abstand konstant hält und die rotierenden Düsen unter der Haube bleiben. Rechne trotzdem damit, dass du nach der Reinigung Fugensand nachkehren musst.
Der grünliche Film auf Nordseiten ist meist eine Mischung aus Algen und Moos. Er sitzt oberflächlich und löst sich mit Druck gut, kommt aber zurück, solange die Fläche feucht und schattig bleibt.
Ob du überhaupt Mittel einsetzen darfst und was davon ins Abwasser gelangen darf, regeln die Gemeinden unterschiedlich. Frag im Zweifel bei deiner Gemeinde nach, statt dich auf eine Faustregel aus dem Netz zu verlassen.
Wer die Bahnen kreuz und quer legt, sieht das später an einem Streifenmuster. Das ist kein Schaden, aber es fällt bei schrägem Licht deutlich auf und lässt sich nur durch nochmaliges Abfahren beheben.
Der Strahl reißt Splitt, Sandkörner und Scherben mit. Was er auflädt, fliegt schnell und ungezielt weg. Eine Schutzbrille ist deshalb keine Übertreibung, feste Schuhe ebenso wenig.
Wenn du an einer Kante oder über einem Lichtschacht arbeitest, dreh den Druck herunter. Es lohnt sich nicht, für zwei Minuten Zeitersparnis eine Abdeckung aus der Verankerung zu schießen.
145 bar und 500 l/h sind auf einer größeren Terrasse eine solide Basis, der 8 m lange Schlauch spart Umsetzen.
170 bar, 440 l/h und ein Flächenreiniger im Lieferumfang – damit musst du das wichtigste Zubehör nicht separat kaufen.
135 bar bei 420 l/h mit beiliegendem Flächenreiniger, gedacht für überschaubare Flächen rund ums Haus.
Für Betonstein und Pflaster reicht die gängige Mittelklasse in der Regel aus. Wichtiger als die letzte bar-Zahl ist die Fördermenge, weil sie den gelösten Schmutz wegspült und das Tempo auf großen Flächen bestimmt.
Ja, das passiert schnell, wenn du den Strahl senkrecht in die Fuge hältst. Arbeite flach und in Laufrichtung der Fuge und plane ein, Fugensand nach der Reinigung nachzukehren.
Zwingend nicht, aber er macht einen großen Unterschied. Er hält den Abstand konstant, arbeitet fast spritzfrei und verhindert die typischen Streifen, die beim freien Führen des Strahlrohrs entstehen.
In der Regel ja, denn Algen und Moos siedeln sich dort an, wo es feucht und schattig bleibt. Regelmäßiges Abkehren und freies Abfließen von Wasser verzögern die Rückkehr deutlich.
Im Vergleich siehst du Druck, Fördermenge und Schlauchlänge aller Modelle nebeneinander.